Dear brain, i love your negative thoughts, sincerely yours, negativity bias

❤ Gefühlsfieber ❤

„Ich stehe mit Sicherheit morgens wieder im Stau.“ „Was ist, wenn ich heute wieder meinen Nachbarn im Stiegenhaus treffe und er wieder mit mir unnötigen Smalltalk führen möchte?“ „Oh Gott und wie reagiert meine Mutter, wenn ich ihr für das Sonntagsessen absagen muss“ „Ich wette, dass mein Tinderdate sicherlich eine Katastrophe und mega langweilig ist“ „Ich weiß jetzt schon, dass wenn ich wieder heim komm der Geschirrspüler nicht ausgeräumt und die Betten nicht gemacht wurden“?

Kennst DU solche Gedanken? Wusstest DU, dass wir Menschen durchschnittlich 60.000-70.000 Gedanken pro Tag haben? Die meisten dieser Gedanken sind unbewussst oder sogar negativ.

„Negativity bias“ ist ein Begriff aus der Psychologie und heißt übersetzt „Negativitätseffekt“.

Im Grunde genommen besagt der Negativitätseffekt, dass negative Emotionen oder Erlebnisse eine größere Auswirkung auf uns haben als neutrale oder positive. Sprich: Wir nehmen negative oder negativ erscheinende Dinge sehr schnell und stark wahr.

Auch im Journalismus ist das ein bekanntes Phänomen. Ganz nach dem Motto „Bad News are good news- good news are bad news”. Welche Schlagzeile zieht die Blicke eher auf sich – Banküberfall mit Geiselnahme oder das frischgeborene Pandababy in Schönbrunn? …

GESCHICHTE VOM TEMPEL DER TAUSEND SPIEGEL

Eine Weisheitsgeschichte:

In Indien gab es den Tempel der tausend Spiegel. Dieser lag hoch oben auf einem Berg und sein Anblick war gewaltig. Eines Tages erklomm ein Hund den Berg. Er lief die Stufen des Tempels hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel:Als er in den Saal mit den tausend Spiegel kam, sah er tausend Hunde. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell, klemmte den Schwanz zwischen die Beine, knurrte furchtbar und fletschte die Zähne. Und tausend Hunde sträubten das Nackenfell, klemmten die Schwänze zwischen die Beine, knurrten furchtbar und fletschten die Zähne.Voller Panik rannte der Hund aus dem Tempel und glaubte von nun an, dass die ganze Welt aus knurrenden, gefährlichen und bedrohlichen Hunden besteht.Einige Zeit später kam ein anderer Hund den Berg herauf. Auch er lief die Stufen hinauf und betrat den Tempel der tausend Spiegel: Als er in den Saal mit den tausend Spiegeln kam, sah auch er tausend andere Hunde. Er aber freute sich. Er wedelte mit dem Schwanz, sprang fröhlich hin und her und forderte die Hunde zum Spielen auf.Dieser Hund verließ den Tempel mit der Überzeugung, dass die ganze Welt aus netten, freundlichen Hunden besteht, die ihm wohl gesonnen sind.